Prof. Dr. Frank Ritz
Interview mit Frank Ritz, der 2007 die Plattform Sicherheitsmanagement, ein Netzwerk für branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch, mitgegründet hat und seither leitet.
- Dozent an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
- an der Hochschule seit 2007

Warum wurde die Plattform Sicherheitsmanagement im Jahr 2007 gegründet?
Frank Ritz: Die Plattform Sicherheitsmanagement wurde gegründet, um den Gap zwischen Forschung und betrieblicher Praxis zu überbrücken. Dazu war es wichtig, die Perspektiven aller beteiligten Stakeholder aktiv zu integrieren, weshalb z. B. auch Vertretende von Behörden vertreten sind. Der lösungsorientierte Austausch, der sich über die Jahre entwickelt hat, wird sehr geschätzt, und er ist gekennzeichnet vom gemeinsamen Ringen um gezielte, Sicherheitsaktivitäten und branchenübergreifende Lernprozesse.
«Der lösungsorientierte Austausch, der sich über die Jahre entwickelt hat, wird von den Teilnehmenden sehr geschätzt. Er ist gekennzeichnet vom gemeinsamen Ringen um gezielte, Sicherheitsaktivitäten und branchenübergreifende Lernprozesse.»Prof. Dr. Frank Ritz
Woran erinnern Sie sich, wenn Sie an die Anfänge der Plattform Sicherheitsmanagement denken?
Anfangs war die Plattform Sicherheitsmanagement sehr davon geprägt, sich mit verschiedenen Perspektiven und Verantwortungsbereichen vertraut zu machen. Das grosse Bild der Zielgrösse Sicherheit und der Beitrag aller Beteiligten wurde erst langsam deutlich. Heute ist dies für die Beteiligten eher deutlich und es werden eher aktuelle Herausforderungen und spezifische Lösungsansätze bearbeitet.
Ein Highlight aus Ihrer fast 20-jährigen Tätigkeit an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW?
Das angewandte Forschungsprojekt «TeamSafe», bei dem wir zur Förderung organisationaler Resilienz ein Schulungskonzept für Leitwartenteams in einem Schweizer Kernkraftwerk konzipiert haben.
Was macht die Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW aus Ihrer Sicht einzigartig?
Alle, auch die Studierenden, arbeiten unmittelbar mit Beteiligten der betrieblichen Praxis.
Was wünschen Sie der Hochschule für die kommenden 20 Jahre?
Der menschengerechten Arbeitsgestaltung verpflichtet bleiben!