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20 Menschen

Dr. Theresia Leuenberger

1. Januar 2026

Theresia Leuenberger ist Expertin für soziale und räumliche Aspekte flexibler Arbeitsformen. Im Interview erklärt sie, wie flexible Arbeitsumgebungen funktionieren und wie die Hochschule damit umgeht.

  • Senior Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • an der Hochschule seit 2019

Ist das Flexible Office an der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW immer noch zeitgemäss?

Ja, auf jeden Fall. Damit eine flexible Arbeitsumgebung im Alltag erfolgreich genutzt wird, müssen auch die technologischen und organisationalen Dimensionen der Flexibilisierung berücksichtigt werden: Mitarbeitende arbeiten mit Laptops und cloudbasiert, die Organisation fördert ein mobil-flexibles Arbeitsmodell, die Organisationsstruktur erlaubt eine agile Teamzusammenarbeit und Mitarbeitende orientieren sich an Zielen, statt an Aufgaben.

An der Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW sind diese Dimensionen aufeinander abgestimmt und die Regelungen entsprechen dem aktuellen Forschungsstand zur Flexibilisierung der Arbeit. So wird beispielsweise auf pauschale Homeoffice-Regelungen verzichtet, da der Bedarf nach flexiblen Arbeitsorten unter den Mitarbeitenden sehr variieren kann, abhängig vom Alter, den Lebensumständen etc.

«Damit eine flexible Arbeitsumgebung im Alltag erfolgreich genutzt wird, müssen auch die technologischen und organisationalen Dimensionen der Flexibilisierung berücksichtigt werden.»
Dr. Theresia Leuenberger


Welche Anpassungen wurden zuletzt vorgenommen?

Es wurden diverse Anpassungen vorgenommen. So wurden beispielsweise mehr Pflanzen auf den Büroflächen platziert. Diese – so hat eine Studie zur akustischen Wirkung von Pflanzen gezeigt – erhöhen auch das Gefühl der Privatsphäre.

Im Nachgang zur Pandemie wurden ausserdem drei zusätzliche Boxen für Online-Meetings installiert. Denn durch die Pandemie sind das Arbeiten im Homeoffice sowie die Durchführung von Online-Meetings selbstverständlicher geworden. Mitarbeitende, die vor Ort arbeiten, benötigen Rückzugsorte, um online an Treffen teilnehmen zu können.

Da die agile Teamzusammenarbeit flexibel ausgestattete Bereiche erfordert, wurde ein klassisches Sitzungszimmer zu einem Workshopraum umgestaltet. Zudem gab die Direktorin ihr Einzelbüro zugunsten eines repräsentativen Meetingraumes auf, der ebenfalls für Workshops genutzt werden kann.

Schliesslich wurden nahezu alle Meetingräume für die einfache Durchführung hybrider Treffen ausgestattet und es wurde kontinuierlich in ergonomische Verbesserungen wie bessere Beleuchtung oder höhenverstellbare Tische investiert.


Welche Forschung betreibt die Hochschule aktuell in diesem Bereich?

In einer Studie für eine Verwaltung untersuchen wir aktuell, welchen Einfluss die Erfahrungen der Mitarbeitenden, ihr heutiger Arbeitsort, ihr Funktionstyp, ihr Beschäftigungsgrad und ihr Homeoffice-Anteil auf die Bewertung des Multispace-Büros sowie auf ihre Bedürfnisse und Wünsche an die zukünftige Arbeitsumgebung haben. Damit sollen die unterschiedlichen Erfahrungen der Mitarbeitenden mit Homeoffice und ihre Einstellung zur Flexibilisierung der Arbeit in einem differenzierten Stimmungsbild abgebildet werden.

Im Anschluss an das Forschungsprojekt zum Diversity-Office, das wir mit der Universität Bern durchgeführt haben, laufen aktuell zwei Studierendenprojekte, die das Thema Diversität und flexible Arbeit behandeln. Ein Master-Werkstattprojekt zum Thema «Interdisziplinäre Zusammenarbeit in diversen Teams» sowie eine Bachelor-Semesterarbeit zum Thema «Öffentliche Räume als Arbeitsorte: Stand und Leerstellen der Forschung aus diversitätssensibler Perspektive».

«Unsere langjährige Erfahrung mit tätigkeitsbezogenen und situativen Raumkonzepten bringen wir derzeit in die strategische Massnahme ‚Raum 2035‘ ein. »
Dr. Theresia Leuenberger


Wie geht es weiter?

Unsere langjährige Erfahrung mit tätigkeitsbezogenen und situativen Raumkonzepten bringen wir derzeit in die strategische Massnahme «Raum 2035» ein. Mit dieser Massnahme optimiert die FHNW ihre Raumnutzung nach den sich verändernden Bedürfnissen des modernen Arbeitens, Lehrens, Lernens und Forschens.

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Schlagworte: 20 Menschen, Theresia Leuenberger

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